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München – Justin Bieber in der Olympiahalle

Nicht bei Bieber freilich, der zieht sein bedeutungsvoll ungerührtes Unverstandener-Popstar-Geschau durch, sondern bei den Fans. Also nicht das angelernte Kreischen der 13 000, das jeden Po-Wackler, jeden Griff ans Gemächt, jeden Blick ins Mädchenherz, also jede der vorangegangenen 100 Minuten zum Geschäft für HNO-Ärzte gemacht hat.

Es ist der wahre Neid, nicht mit dem triefenden Lappen beworfen worden zu sein; der Hass jener, die einen Zipfel erhascht haben, auf jene am anderen Zipfel; die Begierde auf die ultimative Trophäe; die Verbissenheit einer Bulldogge, diese auch nach Angehen der Saallichter gegen diese unwürdigen – pardon – Schlampen zu verteidigen. So schön kann Jugend sein.

Eine Jugend, die Bieber nie hatte, der schon mit 15 ein Weltstar war und nun mit 22 als erfolgreichster Solokünstler der Welt gehandelt wird, wegen zwei Milliarden Youtube-Klicks etwa. Die überwiegend weiblichen Fans (obwohl er auf dem Album “Purpose” ja auch Musik für Männer machen will) sind mit ihm gewachsen, haben sich längst durch Bieber von ihrer Liebe zu Ponys den echten Jungs zugewendet und sind vielleicht enttäuscht von diesen Idioten wieder bei Pferden angelangt.

Bieber bleiben sie treu, er kann mit ihnen alles machen, solange er nur da ist, endlich in echt: Wie in einem 3D-Videospiel lässt sich auf Hebebühnen auf und ab hieven, hopst durch Dampf, Laser und Feuerfontänen, wird aus dem Boden katapultiert, steigt in einem Plexiglaswürfel auf, rutscht Rampen hinab, macht drei Rückwärtssalti auf einem schwebenden Trampolin.

Er spielt ein Schlagzeugsolo wie auf dem Heimvideo, durch das er entdeckt wurde, stolziert wie Tony Monero in Saturday Night Fever, baggert Tänzerinnen an, zählt auf deutsch von eins bis zehn, sagt “Schnitzel”, “I say peace”, “I say honesty” und “I say Jesus Christ”. Er ist ein guter Junge mit endlich ordentlich kurzem Haarschnitt, auch wenn er auf seinem Schlabber-Pulli dem erschossenen Gangster-Rapper Notorious B.I.G. huldigt.

Das alles ist viel. Zu viel. Es gibt keinen erkennbaren Grund für all das; kein künstlerisches Konzept wie neulich bei Rihannas ästhetisch glänzendem “Anti”-Tourstop im Olympiastadion. Manchmal singt der musikalisch Hochbegabte tatsächlich, aber nur, wenn er nicht hopsen oder bedeutungsvoll schauen muss, dann immer kommt die Autotune-Stimme vom Band. Er hat die hauptsächlich “Purpose” bewerbende Songliste im Vergleich zum ersten Deutschlandkonzert in Berlin etwas gekürzt. Umkreischte und bejubelte Höhepunkte sind die Klassiker “Baby” und “Boyfriend”.

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